Freiheit für Samtpfoten

Foto: djd/petWALK

Freiheit für Samtpfoten

Smarte Tiertüren erleichtern die Katzenbetreuung in der Urlaubszeit

Im Leben von Haustierbesitzern dreht sich vieles um das Wohlergehen der Vierbeiner. Schließlich sind die Schmusetiger und Fellnasen ein Teil der Familie und sollen bestmöglich versorgt sein. Das erfordert gerade in der Urlaubszeit eine gute Organisation. Wenn der Hund nicht mit in den Urlaub fahren kann, kommt er am besten bei Menschen unter, die er kennt und bei denen er sich wohlfühlt. Bei Katzen ist eine Fremdunterbringung schwieriger, denn sie brauchen lange, um sich einzugewöhnen, und sind am liebsten zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung. Für sie ist es also am besten, wenn ein Nachbar oder ein Tiersitter die Betreuung vor Ort übernimmt.

Katzen lieben ihren Freigang

Die tägliche Versorgung mit Futter, Wasser und Schmuseeinheiten ist auch während der Reisezeit obligatorisch. Allerdings möchte man den Tierbetreuern auf Zeit auch nicht zu viel Arbeit zumuten. Bei Katzen, die Freilauf gewohnt sind, wäre es deshalb ideal, wenn sie eigenständig nach draußen gehen könnten. Eine in die Haustüre, Glas oder Wand eingebaute Tiertüre ist hier empfehlenswert. Mit ihren zahlreichen smarten Funktionen ist beispielsweise die Petwalk-Tiertüre eine interessante Lösung. Unter www.petwalk.at gibt es ausführliche Informationen rund um die verschiedenen Bedienmöglichkeiten, etwa per Bewegungsmelder oder Chiperkennung. Rückmeldungen von Kunden zeigen, dass sich selbst schüchterne Katzen rasch an ihre neue Haustüre gewöhnen und diese mit offensichtlicher Freude und Selbstverständlichkeit benutzen. Manche Tiere scheinen sogar zu glauben, sie würden die Türe „per Gedankenübertragung“ selbst steuern und genießen diese Freiheit sichtlich.

Entspannung für Morgenmuffel und Angsthasen

Auch wenn man nicht wegfährt und es sich zu Hause gemütlich macht, ist eine Tiertüre eine wertvolle Investition. Viele Katzen möchten im kühlen Morgengrauen auf die Pirsch gehen. In den Sommermonaten kann das durchaus schon um vier Uhr in der Früh sein. Hier kommt der eingebaute Dämmerungssensor der Tierklappe ins Spiel, der auf die veränderten Lichtverhältnisse reagiert. Bei der Steuerung über den Dämmerungsmodus bleibt die Klappe während der Nacht geschlossen und lässt sich von den Samtpfoten erst ab einer gewissen Helligkeit wieder öffnen. Tierbetreuer und Tierbesitzer können die intelligente Türe außerdem auf Wunsch per App steuern. Damit haben sie nicht nur eine gute Kontrolle über den Aus- und Eintritt des Haustieres, sondern auch ein sicheres Gefühl, wenn das Haus während der Urlaubszeit nicht bewohnt ist. Die Tiertüren des österreichischen Herstellers verfügen über ein eingebautes Alarmsystem und bieten in Verbindung mit den smarten Funktionen einen zusätzlichen Schutz gegen Einbrüche.djd

 

das jugendparlament

Das Jugendparlament

Das Jugendparlament besteht aus 21 gewählten Ju-gendparlamentariern, die sich für Kinder und Ju-gendliche aus der Stadt Cloppenburg und deren Bedürfnisse sowie Interessen einsetzen. Alle sechs Wochen trifft sich das „JuPa“ zu seinen Sitzungen um dort Ideen, Ver-anstaltungen und deren Umsetzungen zu besprechen. Ne-ben den Sitzungen gibt es auch noch zusätzliche Treffen – die Arbeitskreise.

Museumsdorf Cloppenburg

„Manch einer hat noch einen Sinn -

der geht vorbei, der kommt herin“ ...

Text // Ulla Schmitz

… die Inschrift auf dem historischen Torbalken aus Damme bezieht sich im Dorfkrug
im Museumsdorf Cloppenburg zwar auf die fast schon vergessene Tradition vom Beisammensein
in der dörflichen Gastwirtschaft, doch ist sie ebenso Symbol für das
Freilichtmuseum in seiner ganzen faszinierenden Darstellung.

Mühlenstraße

die Mühlenstraße

und ihre Geschichte(n)
Text // Klaus Deux

Eine facettenreiche und wechselvolle Geschichte hat ihre Spuren auch in den Straßenzügen der Stadt Cloppenburg hinterlassen. Mit der hiermit beginnenden Serie „Cloppenburger Straßen und ihre Geschichte(n)“, die sich in etwa mit dem Zeitraum von 1885 bis 1960 oder in Ausnahmen auch darüber befasst, werden Erinnerungen der älteren Bürger wachgerufen und den jüngeren Cloppenburgern zeigt sich, wie es hier früher einmal ausgesehen hat.

Aufgrund seiner Lage an den wichtigen Handelsstraßen von Süd nach Nord sowie von West nach Ost entwickelte Cloppenburg sich zu einem wirtschaftlichen Mittelpunkt der Region mit bedeutenden Geschäften, Märkten, Gasthäusern, Handwerksbetrieben und einem umfassenden Schulwesen. Erst 1855 wurde die Bauerschaft Krapendorf zu Cloppenburg eingemeindet. Diese Ausbreitung stellte einen unübersehbaren Fortschritt in der Entwicklung des Ortes dar. Die Bewohner der Häuser in dem nun vereinten Cloppenburg lebten in der früheren Zeit nicht allein von ihren Betrieben. So kann man etlichen alten Bildern entnehmen, dass sehr viele Häuser auch ein Dielentor hatten. Man betrieb eben auch im kleinen Nebenerwerb noch etwas Landwirtschaft und sprach deshalb von den „Cloppenburger Ackerbürgern“.    

Die Mühlenstraße,

die älteste Straße der Stadt

Die Mühlenstraße erhielt ihren Namen von der ehemals nördlich der Soeste gelegenen Wassermühle. Wegen der auf der Straße abgehaltenen Viehmärkte wurde sie auch „Kälberstraße“ genannt, und war mit Kopfsteinen (Findlingen) gepflastert. Ein Trottoir, also einen Bürgersteig besaß diese Straße noch nicht. Dafür war das Straßenpflaster so angeordnet, dass etwa einen Meter von der Häuserfront entfernt, mit etwas Gefälle eine Grüppe (Rinne) entstand, durch die das Regenwasser aufgefangen wurde und zur Soestenbrücke
 hinabfloss.  

Kaum eine andere Straße hat ihr Bild in den letzten Jahrzehnten so stark verändert wie die Mühlenstraße. Mit dem Umbau der früheren Bundesstraßenabschnitte (B 72 und B 213) in der Innenstadt zur Fußgängerzone wurde die Mühlenstraße Bestandteil des Hauptein-kaufsbereiches. Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch das Stadtbild prägenden giebelständigen Häuser sind inzwischen durch moderne Geschäftshäuser ersetzt worden. Sie wird sich nach vorliegenden Planungen in den nächsten Jahren sicherlich wieder zur schönen Geschäftsstraße entwickeln.

Im Vordergrund rechts, hatte die Richterfamilie Bothe ihre Besitzung auf dem Gelände der alten Vorburg, die ehemals Wohnung der Rentmeister gewesen war. Zum Ende des 19. Jahrhundert gelangte das Anwesen in das Eigentum des Bürgermeisters und Rechtsanwaltes Dr. Bernhard Heukamp. Die Gräfte (der Wassergraben) um den Besitz wurde 1912 mit Erde aufgefüllt. Heute steht hier die Stadthalle und „Brillen Framme“ ist seit 50 Jahren hier, in der Mühlenstraße 18, ansässig – wo in den alten Zeiten über die Gärten hinweg der Turm der St.-Josef-Kirche ragte.

Rechts befand sich das Manufakturwarengeschäft von Georg Willner, heute das sehr erfolgreiche Modehaus „Berssenbrügge“. Gegenüber, auf der westlichen Straßenseite, war das „Kaiserliche Postamt“, einst eines der größten Häuser in Cloppenburg, untergebracht. Malermeister Bernhard Baro hatte es für die Post errichtet, mit der Wohnung des Postmeisters im ersten Stockwerk. In den unteren Räumen hingegen waren die Telegrafie und die Telefonie – mit der Vermittlung an den Steckkästen – untergebracht, sowie der Schalterdienst und die Paketannahme.  

Hinter dem Postgebäude lag der Hof mit den Stallungen für die Unterbringung der Postkutschen und Posthandkarren. Pferdepost- kutschwagen fuhren viermal täglich von der Post zum Bahnhof; die Postwagen nach Friesoythe, Emstek und Molbergen beförderten auch Personen. Die Post übermittelte ebenfalls die Wettervorhersage: In einem kleinen Glaskasten an der Außenwand des Gebäudes befand sich stets ein Telegramm aus Bremen mit der aktuellen Prognose. Ackerbürger konnten sich hier zum Beispiel wegen der bevorstehenden Ernte informieren.

Am Ende der Mühlenstraße befand sich das Manufakturwarengeschäft „Thambusch-Meyer“, das zu den größten Geschäften in Cloppenburg zählte. Im Haus Thambusch-Meyer, links neben der „Kleinen“ Kirche, gab es früher auch ein Restaurant mit einem kleinen Saal. Rechts sind das Geschäftshaus „Diekhaus“ und der „Glas- und Farbengroßhandel Bernhard Becker“ zu sehen. 

Der vorherrschende Haustyp bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war das Giebelhaus mit Längsdiele oder Längsflur. Es wurde überwiegend aus Fachwerk und mit zweifach vorkragendem, oben holzverschaltem Steilgiebel errichtet. Das Haus Bruns, Mühlenstraße 51, verkörpert als ältestes Beispiel überlieferter bürgerlicher Baukultur den Stil des Ackerbürgerhauses. Dieses aus dem 17. Jahrhundert stammende Fachwerkhaus besitzt einen zweifach vorspringenden Knaggen-Giebel (1695). Anstelle der heutigen Schaufenster befanden sich links eine Utlucht (Auslucht, befensterter Vorsprung) mit Satteldach und rechts ein Einzelzimmer. Die Giebelhäuser der Ackerbürger hatten eine Längsdiele mit Kammern und Werkstatt im vorderen straßenseitigen Bereich. Küche und Stuben waren rückseitig angeordnet. Von der Straße zur Haustür war die Anhöhe mit sogenannten „Katzenköpfen“ gepflastert. Viele dieser typischen Stilelemente gingen im Wandel der Zeit unwiederbringlich verloren, was einen unschätzbaren Verlust für das Stadtbild darstellt.

Die alte hölzerne Soestenbrücke – die von deutschen Soldaten gesprengt wurde, aber den Einmarsch der alliierten Truppen nicht stoppen konnte – diente auch zum Stau des Soestenwasser, welches der Müller Kollhoff in der Wassermühle zum Mahlen des Kornes benötigte. Aber auch der Schmied Ripke benötigte für seine Schmiede und Hufbeschlag das Soestenwasser. Und die Cloppenburger Jugend war stets froh, wenn im Winter die drei Schotten geschlossen waren, da hierdurch eine große Eisfläche auf dem Mühlenkolk entstand.   

1894 ließ sich die Familie des Weißgerber Schadinger vor ihrem Haus auf der Mühlenstraße „aufnehmen“. Links sitzend Urgroßvater Schadinger, der im Jahre 1817 in Cloppenburg geboren worden war. Rechts, ebenfalls sitzend, ist Großvater Schadinger zu sehen. Stehend, links die Ehefrau von Leopold. Rechts steht der Frisör und Kusentrecker (Dentist) Leopold Schadinger. Der kleine Junge in der Mitte ist der Sohn des Leopold, Gerhard Schadinger. An der Hauswand des Kaufmanns Jos. Seelhorst, ist Engelbert Seelhorst zu sehen. Das zweite Haus von links war Eigentum des Leopold Schadinger. Leopold war zu seiner Zeit ein richtiges Original und für jeden Blödsinn zu haben. Dabei kam er auf die seltensten Einfälle. So ließ der Figaro dem Sohn des Bürgermeisters einen Büschel Haare auf dem Kopf stehen, mit den Worten: „ Nu gaoh man nao Hus!“ Hatte Leopold Differenzen mit einem Kunden, so „seifte“ er ihn zwar ein, forderte ihn dann aber auf, sein Lokal unrasiert zu verlassen. Um die Jahrhundertwende zog Leopold Schadinger mit seiner Familie nach Amerika.

Das Wirtshaus „Zum weißen Schwan“ bestand schon 1560 als „Burgkneipe“, wurde aber nach ihrem Verkauf im Jahre 2006 leider abgerissen. Früher lag sie genau gegenüber dem Weg zur Burg, der damals zwischen den heutigen Häuserzeilen hindurch führte. Von dieser ältesten Gaststätte aus fuhr bis zum Jahre 1906 die Postkutsche nach Friesoythe und auch nach Molbergen. Neuigkeiten, die in der Welt passierten, holte man sich früher hier aus der Gastwirtschaft Drees „Zum weißen Schwan“. Es trafen sich hier auch die damaligen hanseatischen Pferde-Post-Männer. Der Bremer Posthalter, dessen Pferde den Postkutschwagen über Cloppenburg nach Zwolle (Holland) zogen, wechselte seine ermüdeten Tiere unter anderem in dieser Gastwirtschaft aus. Bis zur Motorisierung stand in den Stallungen „Zum weißen Schwan“ auch das Postpferd, welches die Sendungen vom Postamt an der Mühlenstraße viermal täglich zum Bahnhof brachte und von dort abholte.

In der Mühlenstraße wurde bis zu Beginn des ersten Weltkrieges im Jahre 1914 der Schweinemarkt abgehalten. Die Landwirte fuhren mit ihren Ackerwagen dorthin, um die Ferkel und auch die fetten Schweine möglichst günstig an den Mann zu bringen. Hierbei wurden die Wagen so nahe aufeinander geschoben, daß die Deichsel des hinteren Wagens unter dem des vorstehenden lag. Die aufgefahrene Wagenschlange begann beim Hotel Eckmeyer und endete an der Abzweigung zur Osterstraße. Auf der Osterstraße (vormals auch Kuhstrasse genannt) fand der Rindviehmarkt statt.  

Im Bild die „Cloppenburger Amtssparkasse“, die am 24.05.1912 gegründet wurde und in dem Haus des Kaufmanns Leiber untergebracht war. Im Jahre 1933 wurde sie von der Oldenburgischen Landessparkasse übernommen. Im weiteren Verlauf links ist auch die Benzinzapfsäule des „Feinkostgeschäftes Joh. Stör“ zu sehen. Stör hatte den Benzinverkauf in Cloppenburg schon vor dem 1. Weltkrieg aufgenommen.

Seit 1902 gibt es auf der Mühlenstraße die Bäckerei und Konditorei „Anton Barlage“ mit Café-Stube. Die sonntäglichen Kirchgänger der Umgebung aus Varrelbusch, Bethen, Resthausen und umzu gaben hier ihre Taschen ab und nahmen sie nach dem Kirchenbesuch wieder in Empfang – nachdem man gemütlich zusammen Kaffee getrunken hatte. An Werktagen saß die Café-Stube häufig voll von Fahrschülern des Gymnasiums. Wie berichtet wird, gab es nirgends in der Umgebung eine bessere Mix-Milch serviert als bei Barlage auf der Mühlenstraße. Mit seiner Frau Hedwig eröffnete Anton Barlage 1953 eine Milchabteilung mit angeschlossener Milch-Trinkstube. „Eben mal zu Anton gehen“, so lautete unter den Jugendlichen von damals oft der Schnack. Ab 1954 fuhr Anton Barlage mit einem „Goliath“ Schulmilch zu den Schulen, und einmal die Woche kam jeweils eine Klasse der Wallschule und der evangelischen Schule zum kostenlosen Mix-Milch-Trinken. Auch das Warenangebot wurde stets erweitert, und Obst, Brot, Käse und Milchprodukte waren ständig frisch zu kaufen.  

Die Heimatschriftstellerin Elisabeth Reinke (1882-1981) die aus dem Hause Leiber an der Ecke Mühlenstraße/Lange Straße stammte, berichtete dazu einmal: „Wenn wir zur Kindervesper zur Stadtkapelle gehen mussten, ging es die Mühlenstraße hinunter. Das war eine Gegend, in die wir eigentlich nie sonst kamen, weil sie zu gefährlich war. Gleich nach Willners Haus (Berssenbrügge) kam ja schon die breite Gräfte. Sie war am Ufer mit dicken Bäumen geschmückt bis zur Mühlenbrücke, wo der Mühlenteich begann. Das Wasser war ganz moorig finster, und wenn kleine Mädchen hinter den Bäumen herschlüpften, kam ein großer Wauwau aus dem Wasser und zog sie in die Tiefe. Gruselig war das. Gegenüber von diesem unheimlichen Ort war eine pechschwarze Höhle mit einem großen Feuer darin. Davor stand ein großer, schwarzer Mann mit einer harten Schürze vor und einem mächtigen Hammer. Mit dem Hammer schlug er meistens „pinke pank“ auf einen Bock, daß die Funken furchtbar spritzten. Das war Onkel Kollhoff, der den Kindern die Zähne auszog. Nur schnell, schnell vorbei! Erst hinter der Mühlenbrücke, am rauschenden Mühlenrad vorbei, waren die Mädchen von ihrer Not befreit …“ Die gruselige Angst vor dem schwarzen Mühlenkolk war nicht unbegründet. Aus einer Anzahl Familien, die am Mühlenkolk wohnten, sind früher Kinder in der Soeste ertrunken. Die Gräfte um den Besitz mit dem ehemaligen Rentmeister Haus – heute Stadthalle und Parkhotel – wurde 1912 mit Erde aufgefüllt und das Flussbett der Soeste wurde befestigt.


Links das Bankgebäude „Westf. Bankkommandite Ohm, Hernekamp & Co.“. Diese Bank faillierte 1926, mit der Folge, dass viele Kleinsparer ihr Geld verloren. 1927 übernahm die „Oldenburgische Spar- und Leihbank“ das Gebäude und seit 1936 ist es eine Filiale der „Oldenburgischen Landesbank“.

Links das Bankgebäude Westf. Bankkommandite Ohm, Hernekamp & Co.  Ab1927 Oldenburgische Spar- und Leihbank und ab 1936 Oldenburgische Landesbank OLB. Es folgt das im Jahre 1902 erbaute Haus des Kupferschmiedemeisters Josef Baro (auch Waffen-Baro genannt, da er auch Jagdbedarfsartikel verkaufte). Hier ist im rechten Teil auch das Kaiser’s Kaffee Geschäft bis Anfang der 1950er Jahre untergebracht. Es folgt das Eckhaus des Amtstierarztes Dr. Alfred Wewer. Rechts steht die im Jahre 1880 erbaute Königs-Apotheke, die am 23. April 1799 von Josef König gegründet wurde. Sie ist heute noch im Familienbesitz und wird von den König-Nachfahren der Familie Peus – heute von Dorothee Peus- geleitet.

Kolonialwaren wurden auch im Kaiser’s Kaffee Geschäft in der Mühlenstraße und später in der Lange Straße verkauft. Als Kolonialwaren wurden früher, besonders zur Kolonialzeit, überseeische Lebens- und Genussmittel, wie zum Beispiel Zucker, Kaffee, Tabak, Reis, Kakao, Gewürze und Tee bezeichnet. Ende der 1960er Jahre führte der Preiskampf im Lebensmittel-Einzelhandel bei der Unternehmensgruppe zu erheblichen Verlusten und Umstrukturierungen, woraufhin viele Filialen, unteranderem auch die Cloppenburger, geschlossen werden musste.

Döneken von der Mühlenstraße

Use Rotten sünd dat nich !
Um die Jahrhundertwende saßen die Anwohner der Mühlenstraße am Abend gerne auf den Ruhebänken oder Stühlen vor ihren Häusern, um sich über die Geschehnisse des Tages zu unterhalten. So geschah es, daß der dort wohnende Malermeister Feigel, seinen Nachbarn, dem Kaufmann und Pferdehändler Vorwolt, erzählte, daß er viele Ratten in seinem Hause hätte. Darauf der Kaufmann antwortete: „Wat seggst Du, Rotten – Rotten? Doar heb‘ ick nix mit tau doaun“. Der Maler sagte dann: „Kiek ais daor baoben, wat löpp doar ünner diene Pannen – sünd dat nich Rotten? Der Kaufmann: „Jao, Rotten sünd dat, aber miene sünd dat nich“!

Nach einer Erzählung von Bernhard Becker, Mühlenstraße

Die eigene berufliche Zukunft gestalten

Digitalisierung und struktureller Wandel erhöhen zunehmend die Anforderungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Für die ist es daher wichtig, Kenntnisse und Fähigkeiten konsequent weiterzuentwickeln und sich beruflich regelmäßig zu orien-tieren – über das gesamte Erwerbsleben hinweg. Die neue „Berufsberatung im Er-werbsleben“ (BBiE) der Agentur für Arbeit richtet sich nun an Menschen, die sich beruflich neu orientieren oder weiterentwickeln möchten.

„Die Berufswelt ändert sich seit einiger Zeit rasant, die Pandemie hat vor allen Dingen den Digitalisierungsprozess enorm beschleunigt“, erläutert Lars Hirseland, BBiE-Teamleiter der Agentur für Arbeit. „Deswegen sollte eigentlich jeder von uns einmal innehalten und sich fragen: Wo stehe ich in der Arbeitswelt eigentlich? Und wo will oder werde ich in einigen Jahren stehen? Und, je nachdem wie die Antworten aus-fallen, könnte sich herausstellen, dass man besser aktiv werden sollte.“ Arbeitneh-mern rät Hirseland den direkten Austausch mit dem Arbeitgeber zu suchen: „Wenn man eine Arbeitsstelle hat, muss man sich logischerweise alleine schon wegen der zeitlichen Planung für eine Weiterbildung mit dem Arbeitgeber absprechen. Darüber hinaus weiß der Chef am besten, welche Anforderungen künftig im Betrieb vorherr-schen werden und an welchem Punkt man seine Kenntnisse erweitern sollte. Im Ide-alfall ist dann eine solche Qualifizierung für beide Seiten eine Win-Win-Geschichte. Qualifizierungen sind Investitionen in die Zukunft!“

Neben Erwerbstätigen hat die „Berufsberatung im Erwerbsleben“ auch Arbeitsu-chende im Blick. Das neue Angebot richtet sich an diejenigen, die über keine Ausbil-dung oder nur geringe Qualifikationen verfügen, sich beruflich neu- oder umorientie-ren wollen oder einen beruflichen Weiterbildungsbedarf haben. „Angesprochen sind aber auch die, die z.B. nach einer Familienauszeit wieder ins Berufsleben zurück-kehren“, so Hirseland. „Aber auch Auszubildende oder Studierende, die gerade ihren Abschluss vor oder hinter sich haben, wünschen sich berufliche Orientierung. Kann ich auch ohne Studium einen Bachelor machen? Auf welche Jobs kann ich mich mit einem abgeschlossenen Studium bewerben? So oder so ähnlich lauten die Fragen. Wir sprechen dann gern über weitere Karrieremöglichkeiten und Perspektiven am Arbeitsmarkt. Das Wichtigste aber ist, dass wir uns ganz unabhängig von der Ziel-gruppe viel Zeit für die Gespräche nehmen.“

Gerade jetzt während der Kurzarbeitszeiten sieht Hirseland Chancen für die Weiter-bildung, da der Gesetzgeber mit Jahresbeginn die rechtlichen Grundlagen dafür verbessert hat. Finanzielle Fördermöglichkeiten bietet die Agentur für Arbeit für Unter-nehmen und Erwerbstätige im Falle einer geplanten Weiterbildung auch. Hirseland: „Es müssen bestimmte rechtliche Voraussetzungen vorliegen. Dann können wir Zu-schüsse zu Weiterbildungskosten bzw. zum Arbeitsentgelt zahlen. Im Detail sollten wir das aber im Beratungsgespräch erörtern.“

Seit seinem Start zum Jahresbeginn hat das BBiE-Team rund 600 Beratungsgesprä-che geführt. Laut Hirseland ein Zeichen dafür, dass der Bedarf für Orientierung auch bei Erwerbstätigen groß ist. Angedockt ist die „Berufsberatung im Erwerbsleben“ bei der Agentur für Arbeit Osnabrück. Das siebenköpfige Team betreut neben Stadt und Landkreis Osnabrück noch die Bezirke der Agenturen für Arbeit Nordhorn und Vechta. Wer Kontakt zum BBiE-Team sucht, kann dies über die jeweilige Standort-agentur machen. Ab dem 6. April wird zudem eine regionale Hotline geschaltet, die vor allem für ein erstes Gespräch dienen soll. Über die Rufnummer 0541 980-888 ist die „Berufsberatung im Erwerbsleben“ dienstags zwischen 8 und 12 Uhr sowie don-nerstags von 14 bis 18 Uhr direkt zu erreichen.

Kontakt per E-Mail zum Team „Berufsberatung im Erwerbsleben“ für Interessierte aus dem Oldenburger Münsterland an Vechta.Berufswegplanung@arbeitsagen-tur.de.
Regionale Hotline ab 6. April: 0541 980-888 (Di 8-12 Uhr, Do 14-18 Uhr).
Kostenlose Service-Hotline der Bundesagentur für Arbeit: 0800 4 5555 00 (Mo – Fr 8-18 Uhr).

Die Zukunft gehört der Kartonverpackung

Foto: Jun/istock.com/akz-o

Uneingeschränkt pünktlich liefern zu können: Selten war das so wichtig wie jetzt. Die Lieferketten für Lebensmittel, Hygieneprodukte oder Medikamente werden einem echten „Stresstest“ unterzogen. Viele Verbraucher lassen sich zum ersten Mal Speisen vom Lieferservice bringen. Die laufende Versorgung mit lebenswichtigen Gütern hängt nicht zuletzt davon ab, dass diese entsprechend richtig verpackt werden können.

Was vom Verbraucher als selbstverständlich betrachtet wird, stellt die Karton- und Faltschachtel-Industrie jedoch vor große Herausforderungen. Sie produziert einen großen Teil aller Verpackungen und hatte insbesondere während der Lockdown-Phasen eine deutlich gestiegene Nachfrage zu bedienen. Vor allem für Lebensmittel und Hygieneprodukte, aber auch für Spiele und Heimwerker-Artikel mussten in kurzer Zeit große Mengen an zusätzlichen Faltschachteln zur Verfügung stehen. Gleichzeitig galt es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Produktionsstätten bestmöglich zu schützen.

Höchste Ansprüche an Lebensmittelsicherheit

Die große Bedeutung der Karton- und Faltschachtel-Industrie wurde auch offiziell anerkannt: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bestätigte, dass Verpackungen systemrelevant und der „kritischen Infrastruktur“ gleichgestellt sind.

Karton hat sich als Verpackungsmaterial in der Krise bestens bewährt. Weil die meisten Faltschachtel-Produzenten in Deutschland herstellen, blieben sie stets lieferfähig und litten nicht unter den Beschränkungen des grenzüberschreitenden Verkehrs. Zudem genügen Faltschachteln den höchsten Ansprüchen an Lebensmittelsicherheit. Sehr viele Produkte, besonders Lebensmittelartikel, lassen sich statt in Kunststoff- auch in Kartonverpackungen sicher transportieren. Dafür gibt es im Lebensmittelhandel, zum Beispiel mit vielen Reis- und Nudelangeboten, immer mehr Belege.

Die Corona-Krise dürfte auch dafür sorgen, dass sich die Menschen intensiver mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen. Luft- und Wasserqualität haben sich in der Pandemie verbessert – sollte es nicht auch nach der Krise so weitergehen? Die Karton-Faltschachtel kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten, da sie aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen produziert wird und im Altpapier recycelbar ist. Fazit: Der Karton-Faltschachtel gehört die Zukunft. (akz)

Cura Vitalis Schokoladenspende

"Wir haben keinen Ausdruck

für das was diese Spende mit unseren Herzen macht"

Heute haben wir eine anonyme Spende in Form von Schokoladefrüchten erhalten.
Ein Spender ist auf Michael von der @friedrichs_mandelhuette zugekommen und hat ihn gebeten uns mit diesen Früchten heute zu überraschen.
Unser Herz schlägt einen Purzelbaum, es ist so schön jetzt haben wir heute ein wenig Kirmesstimmung in unserem Pflegezentrum.

Wir hoffen sehr das dieser Post den Spender erreicht und wir sagen vielen vielen Dank.

Haben Sie schonmal die frischen Früchte mit Belgischer Schokolade von Michael probiert?
Sie sind ein Traum

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