Klimaschutz geht uns alle an

Klimaschutz geht uns alle an

Den eigenen garten zum klimaschutzgebiet machen

Text//Ulla Schmitz und Karin Niemöller • Fotos// Pixabay​

Das ist gar nicht so schwer, wie es sich im ersten Mo-ment anhören mag. Doch gerade in unserer Ge-gend, wo genügend Platz im Garten ist, macht es Sinn, sein eigenes Gemüse und Obst anzup anzen. Das geht auch schon auf kleinstem Raum wie beispielsweise auf dem Balkon oder der Dachterrasse. Und wer mitten in der City überhaupt kein Fleckchen für etwas Eigenanbau  ndet, der kann sich im Bekanntenkreis umhören.

Klimaschutz geht uns alle an

Text//Ulla Schmitz und Karin Niemöller • Fotos// Pixabay​

Fast Food und Kaffee im “To Go” Modus aus Pappbechern mit Plastikdeckel – wir verbrauchen viel zu viele Verpa-ckungen! In Deutschland allein fielen laut der Statistik des Umweltbundesamtes im Jahr 2017, unglaubliche 18,7 Millionen Tonnen Verpackungsabfall an! 18, 7 Tonnen, das sind 187 Millionen Kilogramm, das sind auf damals etwa 80 Millionen Einwohner gut 2.400 Kilogramm pro Person im Jahr, das sind fast sieben Kilogramm pro PERSON pro TAG, mit ständig steigender Tendenz – völlig verrückt, doch leider wahr!

Ausbildung zum Baumschulgärtner

Foto: Bund deutscher Baumschulen e.V./akz-o

Ausbildung zum Baumschulgärtner

Der Klimawandel rückt mehr und mehr in den Fokus des Bewusstseins vieler Menschen. Und damit verbunden auch die Frage: Was kann jeder Einzelne dazu beitragen, die Natur zu bewahren und zu schützen und ihr zu helfen? Ein Beruf, bei dem dies jeden Tag aufs Neue im Mittelpunkt steht, ist der des Baumschulgärtners. Um junge Menschen für eine Ausbildung in diesem vielseitigen und zukunftsorientierten Beruf zu gewinnen, hat der Bund deutscher Baumschulen nun eine ganz besondere Kampagne an den Start gebracht.

„Wir möchten damit noch mehr Menschen die Möglichkeit geben, in diesem sehr wichtigen und spannenden Beruf des Baumschulgärtners ausgebildet zu werden. Immerhin ist es der schönste Beruf der Welt!“, erklärt BdB-Präsident Helmut Selders. „Die Begrünung der Städte und das Aufziehen von Bäumen gewinnen in der aktuellen Klima-Situation noch zusätzlich an Bedeutung. Dafür brauchen wir Nachwuchs, der das Wissen weiter kompetent umsetzen kann.“

Gemeinsam mit der Berliner Werbeagentur SALZ wurde daher ein neues Konzept erarbeitet, um noch mehr Jugendliche an den Beruf heranzuführen. Herausgekommen ist dabei ein Video-Gaming-Design, in dem die Auszubildenden als Retter der Welt fungieren.

Teil davon ist ein einminütiges Video im Gaming-Design, in dem der Held und die Heldin auf ihrer Mission zur Rettung der Welt begleitet werden. Der Kampagnen-Slogan, Bevor alles GAME OVER ist, unterstreicht dabei die Dringlichkeit des Auftrags.

Das Video ist unter anderem auf der passenden Ausbildungsseite unter www.zukunftgruen.de zu finden. Dort finden Interessierte ebenso alle nötigen Informationen rund um die Ausbildung und den Beruf als Baumschulgärtner*in. Mithilfe der Baumschulsuche lässt sich zudem direkt eine passende Baumschule in der Nähe finden.

Neben der Website kann die Kampagne auch ab sofort auf den Social Media-Kanälen Instagram und Facebook auf dem Kanal zukunftgruen.de und auf Twitter und YouTube unter dem Namen zukunftgruen verfolgt werden. (akz)

Aufstiegs-BAföG für zukünftige Fachkräfte

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Aufstiegs-BAföG für zukünftige Fachkräfte

Mehr Zuschüsse für Teilzeit- und Vollzeitfortbildungen

Das neue Aufstiegs-BAföG schafft mehr und bessere Möglichkeiten, einen von mehr als 700 Fortbildungsabschlüssen zu erlangen. Gesellen können so leichter zum Meister oder zur Meisterin werden, Fachschulen bilden Erzieherinnen oder Betriebswirte aus.

Zum 1. August dieses Jahres hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (kurz: AFBG) in vielen Bereichen gestärkt. Wer eine Fortbildung in Voll- oder Teilzeit machen möchte, kann auf die Unterstützung von Bund und Ländern bauen. Es werden Zuschüsse zu Prüfungs- und Lehrgangsgebühren sowie bei Vollzeitmaßnahmen eine Unterstützung zum Lebensunterhalt gezahlt.

Das Besondere: Die Zuschüsse müssen teilweise nicht zurückgezahlt werden. Für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren steht zum Beispiel ein Höchstbetrag von 15.000 Euro zur Verfügung – und zwar einkommens- und vermögensunabhängig. Die Hälfte dieser Förderung bekommen die Antragsteller seit diesem Jahr als Zuschuss. Der andere Teil kann als zinsgünstiges Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden.

Wer seine Prüfung besteht, kann sich doppelt freuen: 50 Prozent des zu diesem Zeitpunkt noch nicht fällig gewordenen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren werden erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen erlassen.

Auch an den Materialkosten für das Meisterprüfungsprojekt sowie an vergleichbaren Arbeiten in anderen Wirtschaftsbereichen beteiligt sich der Staat. Die Hälfte der Kosten bzw. eine Maximalsumme von 2.000 Euro wird finanziert. 50 Prozent dieser Summe werden wieder als Zuschuss ausgezahlt.

Personen, die die Fortbildung in Vollzeit absolvieren, können außerdem umfangreiche Zuschüsse zum Lebensunterhalt beantragen. Seit dem 1. August wird die Unterhaltsförderung vollständig als Zuschuss gewährt, der nicht zurückgezahlt werden muss. Diese Unterhaltsförderung ist abhängig vom Einkommen und Vermögen sowie gegebenenfalls vom Einkommen des Ehe- oder Lebenspartners.

Die Antragstellung fürs Aufstiegs-BAföG ist zudem so leicht wie noch nie: Alle Formulare können online ausgefüllt werden. Wer persönlich beraten werden möchte, kontaktiert das Förderamt in Wohnortnähe. Mehr Informationen auf www.aufstiegs-bafög.de.

Dachdecker sichern die Energiewende

Foto: Leda Werk/akz-oVölkers/akz-o

Dachdecker sichern die Energiewende

Im Bereich Gebäudesektor liegt Deutschland im Vergleich mit den zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländern bei der Energieeffizienz im Neubau vorne. Die weniger gute Nachricht ist die schleppende energetische Sanierung bei älteren Gebäuden.

Einer der Gründe sind unzureichende Renovierungsraten. Angestrebt werden müsse mindestens eine Verdoppelung der derzeitigen Rate, die aktuell bei 1 % liegt. Besser noch wäre nach Meinung der Klimaexperten eine Rate von 3,5 %. Hier kommt das Dachdeckerhandwerk ins Spiel: Sie führen geeignete Maßnahmen wie Wärmedämmung an Wänden, am Dach oder an der oberen Geschossdecke aus, durch die schon viel Energie eingespart werden kann. Dachdecker und Dachdeckerinnen sind wichtige Berater, wenn es darum geht, welche Maßnahmen sinnvoll sind, aber auch, welche Fördergelder infrage kommen. Zum Beispiel lassen sich durch Kredite bei der KfW oder der Nutzung von Steuerermäßigungen für energetische Sanierungen auch im privaten Wohnungsbau deutliche Einspareffekte erzielen. „Dachdecker sind daher ganz wichtige Akteure, wenn es um das Erreichen der Klimaschutzziele geht, denn sie sind Spezialisten, die die notwendigen Sanierungs-Maßnahmen im Gebäudebestand planen und durchführen“, erläutert Claudia Büttner, Pressesprecherin beim Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH).

 

Dachdecker sind Klimaschützer

 

Zunehmend wird es auch wichtig, den bereits deutlich spürbaren Veränderungen durch den Klimawandel zu begegnen, zum Beispiel der Hitzebelastung in Ballungsgebieten. „Dachdecker und Dachdeckerinnen sorgen mit ihrer fundierten Arbeit nicht nur für eine trockene und behagliche Wohnung, sondern tragen als Teil einer klimabewussten Gesellschaft mit ihrer Arbeit dazu bei, dass unsere Welt auch in Zukunft lebenswert bleibt. Denn neben der Sanierung bringen Dachdecker auch Fotovoltaikanlagen aufs Dach oder planen Gründächer. In Deutschland gibt es immerhin 120 Millionen m2 begrünte Dachflächen. Das sorgt für Kühlung und Luftbefeuchtung, aber auch für Lärm- und Schallschutz. Junge Leute, die gerne im Handwerk arbeiten und dabei auch Klimaschützer sein wollen, liegen mit einer Ausbildung im Dachdeckerhandwerk genau richtig“, rät ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk und ergänzt, dass das Dachdeckerhandwerk bislang auch gut durch die Coronakrise gekommen sei: kaum Kurzarbeit und wenige Entlassungen. Auch dies ein Pluspunkt, der für eine Dachdecker-Ausbildung spricht: Dachdecker sind immer gefragt. Mehr Infos unter www.dachdeckerdeinberuf.de akz-o

 

 

Garten(t)räume schaffen:

bgl/GPP

Garten(t)räume schaffen:

Flächen im Freien mutig gestalten

Zieht man in ein neues Haus, dann steht man vor der Herausforderung, die unmöblierten Zimmer gemütlich und stilvoll einzurichten. Dasselbe gilt für den Raum unter freiem Himmel, den Garten: Auch draußen wartet eine leere Fläche darauf, individuell gestaltet zu werden mit Solitärpflanzen, Beeten, Sitzplätzen und Wegen, vielleicht auch mit einem Teich oder Spielgerüst für die Kinder. Was genau einen Platz bekommt, hängt von den eigenen Wünschen ab. Wo die einzelnen Elemente angeordnet werden, richtet sich dagegen in großen Teilen nach der Lage und Topographie der Fläche und verlangt neben Kreativität und Vorstellungskraft auch einiges an Fachwissen.

„Viele Hausbesitzer fühlen sich mit dieser Aufgabe überfordert. Sie wissen nicht, was auf ihrem Grundstück alles möglich ist und wie sich das Beste aus der Fläche holen lässt“, weiß Gerald Jungjohann, Vorsitzender des Ausschusses „Landschaftsgärtnerische Fachgebiete“ beim Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) e.V. „Hier hilft das Gespräch mit einem Landschaftsgärtner. Dieser berät, zeigt Möglichkeiten auf, kann auch verschiedene Wünsche miteinander in Einklang bringen und das Ganze schließlich fachgerecht realisieren.“

Private Räume bilden

Häufig sieht man Gärten, in denen auf die naheliegendste und einfachste Anordnung zurückgegriffen wurde: In der Mitte erstreckt sich eine große Rasenfläche, entlang der Grundstücksgrenze sorgen rechteckige Beete für Farbe und alle größeren Elemente wie Gartenhaus oder Pool sind ebenfalls an den Rand gerückt.

Natürlich können auch auf diese Weise attraktive Gärten entstehen, dennoch raten Landschaftsgärtner zu mehr Mut und Kreativität bei der Raumaufteilung. Gerade bei Familien, in denen die Kinder schon groß sind, braucht es meist keine große Rasenfläche zum Spielen und Toben mehr: Hier eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten in der Gestaltung. „Wenn das Grundstück nicht auf einen Blick überschaubar ist, wirkt es größer, spannender und bietet zugleich auch mehr Privatsphäre“, erklärt Gerald Jungjohann vom BGL. „Das erreicht man mit Mauern und kleineren Hecken oder auch mit dem Bau einer Pergola oder eines Pavillons, die innerhalb des Gartens einzelne Bereiche klar voneinander abgrenzen. Sie machen neugierig auf das, was sich dahinter verbirgt und eröffnen Räume, in die man sich in Ruhe zurückziehen kann. Sie verstecken aber auch Bereiche, die man nicht permanent im Blick haben möchte – beispielsweise den Komposter oder Geräteschuppen.“

Flächen optisch trennen

Flächen, die unterschiedlich genutzt werden, lassen sich durch die Verwendung verschiedener Materialien oder Pflanzen, aber auch mit einer Höher- bzw. Tieferlegung klar voneinander trennen. Das kann ein naturnahes Staudenbeet sein, das vorwitzig in die ordentliche Rasenfläche hineinragt, oder auch ein Sitzbereich, dessen Bodenbelag – zum Beispiel aus Stein oder Holz – sich deutlich von der grünen Umgebung abhebt.

Es kann aber auch ein Beet sein, das mit Hilfe einer niedrigen Mauer höhergelegt wurde und sich auf diese Weise im wahrsten Sinne des Wortes von seiner Umgebung abhebt. Mit unterschiedlich gestalteten Räumen schaffen Landschaftsgärtner Abwechslung, geben dem Blick des Betrachters optisch Halt und setzen selbst schwierige Grundstücke gekonnt in Szene.

„Auch die Übergänge von einem Gartenraum in den nächsten bieten Möglichkeiten für attraktive Inszenierungen. Sie können versteckt liegen und den Besucher überraschen, sie können aber auch eindrucksvoll inszeniert werden, zum Beispiel mit einem imposanten Heckenbogen“, so Gerald Jungjohann. „Gartenwege spielen hier ebenfalls eine entscheidende Rolle. Sie verbinden die einzelnen Gartenräume miteinander und machen sie erlebbar. Dabei können sie geradewegs auf das Ziel zusteuern oder schwungvoll über das Grundstück führen, dabei mal hinter einem Objekt verschwinden, dann wieder hinter einer Hecke auftauchen und so immer wieder neu überraschen.“

Zusammengefasst: Die Gliederung und die Modellierung der Fläche im Zusammenspiel mit Sichtachsen und einer durchdachten Wegführung haben entscheidenden Einfluss darauf, wie harmonisch das Gesamtbild wirkt und ob wir uns im Garten wohlfühlen. Daher ist es empfehlenswert, diesen Teil der Gartenplanung von Anfang an mitzudenken und für Planung, Rat und Tat einen Profi mit ins Boot zu holen. Weitere Informationen gibt es auf www.mein-traumgarten.de. BGL

 

Weiß ist nicht gleich weiß

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Klassisch-moderne Wirkung: Rötliche Hölzer harmonieren ausgezeichnet mit warmen Weißnuancen. In Kombination mit kühlem Weiß und Blautönen entsteht ein feines, wohnliches Erscheinungsbild.

Fein abgestimmt: Weißtöne in unterschiedlichen Oberflächenstrukturen prägen diesen Raum, der mit natürlichen Materialien kombiniert sehr warm und behaglich wirkt. Foto:

Purismus trifft Klassik: Weiße Raumhülle in Marmorweiß und Umbra-Weiß, kombiniert mit schwarzen Möbeln, erzeugt eine elegante Atmosphäre. Foto: Caparol/akz-o

Die Farbe Weiß liegt anhaltend im Trend. In den letzten Jahren hat die Nachfrage nach Weißtönen spürbar zugenommen – und damit auch eine besondere Sensibilität für die unterschiedlichen Nuancen.

Bei der Raumgestaltung mit Weiß ist genau zu überlegen, welche Stimmung dem Raum in der Gesamtheit und welcher Charakter dem Bauelement im Besonderen verliehen werden soll. Die Vielzahl der möglichen Weißgrade überrascht, denn Türen, Fenster, Möbel und Heizkörper können weiß sein und durch ihre Nuancierungen dennoch ganz unterschiedliche Wirkungen erzeugen.

Um hier einen guten Überblick zu geben, hat Caparol einen Fächer entwickelt, der die am häufigsten nachgefragten und eingesetzten Weißtöne darstellt. Für eine leichte Auswahl der Weißnuancen ist der Fächer mit insgesamt 24 Weißtönen in die fünf Familien „Neutral“, „Warm“, „Rosé“, „Creme“ und „Frisch“ gegliedert. Damit ist das Spektrum von Neutralweiß bis hin zu Off Whites abgedeckt. Mehr dazu finden Sie auf www.caparol.de unter Gestaltung im Bereich Inspiration Weiß.

Weißtöne in fünf Gruppen

Unter Off White versteht man nicht reine, sondern farbige Weißtöne, die deutlich in eine Farbrichtung tendieren. Sie bringen bei einer Helligkeit, die einem Weiß entspricht, dezente Farbigkeit in den Raum. Sie eignen sich für alle Räume, die eine leichte, feine und einladende Atmosphäre haben sollen. Besonders kleinere Räume profitieren von den Off White-Tönen und lassen sie größer erscheinen.

Neutral Weiß: Diese Weißtöne vermitteln hohe Reinheit. Sie wirken neutral und zeigen keine Tendenz in eine bestimmte Farbtonrichtung.

Warm Weiß: Leicht gebrochene Weißnuancen, wie Antikweiß und Lichtweiß, erzeugen eine zurückhaltend warme Atmosphäre mit klassischem Charakter.

Rosé Weiß: Hier sind Weißnuancen von ganz zartem Rosé bis hin zu sehr hellem Altrosa dargestellt. Durch ihre Verhüllung wirken sie stilvoll-elegant.

Creme Weiß: In dieser Familie finden sich Weißnuancen, die stärker in die farbliche Richtung Champagner tendieren. Sie sind etwas getönter, nehmen sich aber dennoch dezent zurück.

Frisch Weiß: Diese höher gesättigten Weißnuancen von Blau über Grün bis Gelb sind in ihrer Anmutung frisch bis kühl. Sie lassen sich ideal mit warmtonigen Materialien kombinieren. (akz)

 

 

Was tun bei Tinnitus

Fotos: vitapix/istockphoto.com/Tebonin/akz-o • Pando Hall/gettyimages.com/Tebonin/akz-o • Dr. Wilmar Schwabe/Tebonin/akz-o

 

Selbst feine Geräusche wie leises Pfeifen oder Klingeln quälen Betroffene, wenn diese immer wieder auftauchen oder gar nicht mehr verschwinden wollen. Schätzungsweise drei Millionen Menschen leiden in Deutschland an Tinnitus. Manchmal werden die Töne von Betroffenen auch als Summen, Klicken oder Klopfen beschrieben. Dauern die Geräusche länger als drei Monate an, spricht der Mediziner von chronischem Tinnitus. Ursachen können HNO-Erkrankungen, Durchblutungsstörungen oder Schäden aufgrund von Lärmbelastungen sein. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, unter aufdringlichen Störgeräuschen im Ohr zu leiden. Auch bei Menschen mit viel Stress tauchen verstärkt Ohrgeräusche auf. Darunter leidet oft die gesamte Lebensqualität – nachts will der Schlaf nicht kommen und tagsüber liegen die Nerven blank.

Natürliche Wirkstoffe helfen

Tiefes Durchatmen mit innerem Runterfahren, regelmäßige Bewegung und eine ausgeglichene Ernährung fördern das seelische Gleichgewicht. Bewährt haben sich auch pflanzliche Arzneimittel mit einem Extrakt aus den Blättern des Ginkgo-Baums. Knapp 30 Prozent der verschriebenen Medikamente bei Tinnitus-Patienten sind Ginkgo-Präparate. Der weltweit am besten untersuchte Ginkgo-Extrakt verbirgt sich unter der Bezeichnung EGb 761. Dieser ist in dem rezeptfrei in Apotheken erhältlichen Arzneimittel Tebonin intens 120 mg enthalten. Die natürlichen Wirkstoffe sorgen für eine verbesserte Durchblutung der kleinsten Gefäße. Dadurch gelangen mehr Sauerstoff und Nährstoffe zum Innenohr und ins Gehirn. Die Folge – die Störgeräusche lassen vielfach deutlich nach oder gehen sogar ganz zurück. Studien belegen, dass auch Patienten mit einem länger als drei Monate anhaltenden Tinnitus von dem Ginkgo-Extrakt profitieren können. Er wirkt sich positiv auf die Signalverarbeitung im Gehirn aus, sodass störende Geräusche erfolgreich aus der Wahrnehmung verdrängt werden.

Nicht lange warten, so die Empfehlung von Medizinern. Je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto größer sind die Chancen auf Heilung oder Milderung der Symptome. Der Facharzt kann zudem seltene Organschäden ausschließen. Eine wichtige Rolle im Umgang mit Tinnitus spielen die innere Haltung oder aktive Entspannungsübungen. Mehr als 70 Prozent der Betroffenen lernen mit der Zeit, die Ohrgeräusche zu akzeptieren oder sie einfach zu überhören. (akz)

Gegen alles ist ein Kraut gewachsen

Foto: pixabay

Gegen alles ist ein Kraut gewachsen

Die besten Teerezepte vom Gesundheitsexperten

Teezeit ist nur in Herbst und Winter? Falsch! Diese Rezepte haben das ganze Jahr über Saison. Zusammengestellt hat sie der Bestseller-Autor Dr. h. c. Peter Jentschura aus Münster. „Heilpflanzen sind ein wahrer Schatz und entfalten ihre Wirkung als Tee besonders gut“, sagt der erfahrene Gesundheitsexperte. Je nach Zusammensetzung können sie stärkend, regulierend oder beruhigend wirken.

– Bei Infekten: Als immunstärkend hat sich ein Tee aus Echinacea-Kraut, Salbeiblättern, Schwarzkümmel und Tausendgüldenkraut bewährt. Zubereitung (gilt für alle vorgestellten Mischungen): Pro Tasse einen gestrichenen Teelöffel mit kochendem Wasser überbrühen, drei bis fünf Minuten ziehen lassen, abseihen und auf Trinktemperatur abkühlen lassen. Es sollten ein bis zwei Liter pro Tag davon getrunken werden. „Bei Infektionen in Mund- und Rachenraum kann mit dem Tee auch gegurgelt werden.“

– Für die Figur: Heilpflanzen, die entschlacken, Fettdepots mobilisieren und die Leber anregen, unterstützen die Gewichtsreduktion. Für einen Abnehm-Tee zu gleichen Teilen Brennnessel und Sellerieblätter, Holunderblüten, Lindenblüten sowie das Kraut von Mariendistel, Löwenzahn, Wermut und Tausendgüldenkraut mischen. „Mit zwei bis drei Tassen täglich beginnen, nach einer Woche auf fünf bis sieben Tassen pro Tag steigern“, empfiehlt Dr. h. c. Peter Jentschura. „Außerdem rate ich zu einer vollwertig-vegetarischen Kost und täglicher, moderater Bewegung.“

– Bei Erschöpfung: Ausgleichend, beruhigend und entspannend wirkt eine Teemischung zu gleichen Teilen aus Lavendelblüten und dem Kraut von Baldrian, Melisse, Schafgarbe, Stiefmütterchen und Weißdorn. Über den Tag verteilt einen halben bis einen ganzen Liter trinken.

– Gegen starkes Schwitzen: „Hinter übermäßigem Schwitzen, besonders der Füße, steckt oft ein Entgiftungsproblem des Körpers“, weiß der Gesundheitsexperte. „Dann sollten die Nieren untersucht werden.“ Unterstützende Teemischung: zu gleichen Teilen Birken-, Kamille-, Salbei und Brennnesselblätter, Lab- und Zinnkraut sowie das Kraut von Goldrute, Käsepappel und Liebstöckel. Täglich drei bis fünf Tassen trinken. Zusätzlich helfen basische Fußbäder.

– Für den Kreislauf: Regulierend wirkt eine Mischung zu gleichen Teilen aus Hirtentäschel-, Mistel-, Schafgarben- und Tausendgüldenkraut mit Holunder-, Weißdorn und Rosmarinblättern sowie Lindenblüten. Täglich ein bis 1,5 Liter des Tees und die gleiche Menge Wasser trinken. djd

Teerezepte

Brücken bauen in die Nachbarschaft

djd/Guido Werner/Deutsche Fernsehlotterie

Brücken bauen in die Nachbarschaft

Stadtteiltreffs übernehmen wichtige soziale Funktionen für mehr Miteinander

Nachbarschaftliche Unterstützung und soziales Engagement: Das kommt im stressigen Alltag von heute oft zu kurz. Anonymität und immer weniger Miteinander sind vielerorts an der Tagesordnung – und das keineswegs nur in großen Städten. Bewusst andere Wege gehen daher Sozialeinrichtungen wie das Brückenhaus in Tübingen. Mit dem direkt am Neckar gelegenen Stadtteiltreff will der Tübinger Verein für Sozialtherapie bei Kindern und Jugendlichen e.V. den Menschen im Stadtteil einen neuen Raum für Begegnung und Engagement bieten. Das Angebot wird schon wenige Monate nach der Eröffnung im Frühjahr 2020 intensiv genutzt.

Miteinander geht auch mit Abstand

Vieles, was vorher im Stadtteil fehlte, ist nun im Brückenhaus möglich: Aktivitäten und Projekte zur nachbarschaftlichen Hilfe, Bildungsprogramme sowie Veranstaltungen, um die Gemeinschaft und den Austausch zu fördern. Das Angebot umfasst zudem Beratungsmöglichkeiten für Eltern durch den Verband alleinerziehender Mütter und Väter sowie Kooperationen mit anderen Einrichtungen wie dem Nonnenmacherhaus und weiteren Beratungsstellen. „Hier wurde ein Ort geschaffen, an dem sich Menschen aus der Nachbarschaft begegnen können“, erklärt Dr. Matthias Hamberger, Einrichtungsleiter und Vereinsvorstand. „Trotz Corona und den Abstandsregelungen ist glücklicherweise einiges möglich.“ Angesichts der Situation während des ersten Lockdowns gewann das Brückenhaus nochmals an Bedeutung und wurde über Wochen zur Verteilerstation für Lebensmittel, solange der Tafelladen geschlossen bleiben musste. Kinder und Familien, denen während des Homeschoolings die technische Ausstattung fehlte, fanden hier zwei Arbeitsplätze mit PC und Drucker. „Viele Kontakte fanden im Freien und in den Innenhöfen statt“, berichtet Hamberger weiter.

Förderung durch die Soziallotterie

Möglich ist das anspruchsvolle Projekt des Tübinger Vereins auch dank einer Förderung durch die Deutsche Fernsehlotterie. Mit 224.000 Euro unterstützte die Soziallotterie das Vorhaben, das sich gerade im Corona-Jahr als echter Glücksfall für den Ortsteil erwiesen hat. Mitfinanzieren kann man solche Projekte durch ein Los – mit vielen Extra-Chancen auf Gewinne. In der Weihnachtssonderverlosung am 24. Januar 2021 etwa winken eine lebenslange Sofortrente, Geldgewinne sowie Autos. (djd)

Orientierung im Ernährungsdschungel

Fotos: djd/Leichter Leben/Valerii - stock.adobe.com

Orientierung im Ernährungsdschungel

Einfacher Gentest als persönlicher Wegweiser zu gesundem Essen

Es hat sich zu einem der großen Trendthemen entwickelt: Gesundes Essen ist buchstäblich in aller Munde. Tatsächlich aber haben viele Menschen mit der alltäglichen Umsetzung Probleme und sind von der Bandbreite der unterschiedlichen Ernährungsformen überfordert. Sie fragen sich: Wie esse ich nun richtig? Viel Obst und Gemüse, hochwertige Pflanzenöle, ausreichende Proteinzufuhr über Fleisch oder Fisch, Low Carb, Vegan oder Paleo? Grundsätzliche Empfehlungen geben etwa die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) und andere Fachgesellschaften. Demnach sollen wir 10-15 Prozent Proteine, 45-55 Prozent Kohlenhydrate und 25-35 Prozent Fette essen.

Jeder Mensch is(s)t anders

Im statistischen Schnitt kann dies zwar durchaus richtig sein, aber passt dieser Rat auch für jeden Einzelnen? Denn bekanntlich tickt jeder Stoffwechsel anders. Einen ganz individuellen Ansatzpunkt für gesunde und zugleich figurbewusste Ernährung bietet darum das Konzept von „Leichter leben in Deutschland“ mit seinem LLiD Meta-Check. Mithilfe moderner Gendiagnostik wird dabei der jeweilige Essenstyp ermittelt. Dadurch ergeben sich statt allgemeiner Empfehlungen konkrete Ergebnisse. Jeder Kunde erfährt ganz genau, was sein Stoffwechsel benötigt, wie viel Fett, wie viel Nudeln, Reis, Kartoffeln oder Brot, wie viel Fleisch und Fisch für ihn persönlich optimal und damit gesund sind. Er kann erkennen, ob vegetarische Kost für ihn geeignet ist oder in seinem Fall eher ungünstig. Das Prozedere ist ganz einfach: Über 700 Apotheken in ganz Deutschland entnehmen mit einem speziellen Wattestäbchen von der Mundschleimhaut etwas Zellmaterial. Die Anlaufstellen sind auf der Website www.llid-metacheck.de unter „Beratersuche“ zu finden. Ist keine Apotheke in der Nähe, dann lässt sich unter www.llidshop.de ein Entnahme-Set auch per Post bestellen.

Ein personalisiertes Kochbuch unterstützt

Nach kurzer Zeit bekommt man dann eine ausführliche, verständliche Laboranalyse inklusive wertvoller Informationen zur Hunger- und Sättigungssteuerung, zu einem eventuellen Jo-Jo-Effekt und zum optimalen Sport. Dazu gibt es ein speziell für die jeweilige Person gedrucktes Kochbuch, welches alle genetischen Analysedaten berücksichtigt. So schafft man sich eine Grundlage für gesunde Ernährung fernab von Schätzungen und Ideologien. djd