Bubbles go Lifestyle

Bubbles go Lifestyle

GENUSS IST LEBENSART

Von Ulla Schmitz

Von Prosecco, Schaumwein, Cava, Cremant, Spumante & Co und von Champagner.
Was sie sind und woher sie kommen. Einige dieser Details erfahren Sie hier, doch
wofür die Bubbles gut sind, erfahren Sie am besten selbst, falls Sie es noch nicht
wissen…

Es gibt sie in den Farben fast klar, hellgolden und rosé. Sie schäumen beim Eingießen und perlen im schlanken
hohen Glas. Man trinkt sie gut gekühlt, zum Gästewillkommen, zum Aperitif oder die ganze Festivität über. Und
um besondere Anlässe zu zelebrieren sind sie Le Must. Man erfreut sich an ihrer prickelnden Fülle und am Leben überhaupt. Doch selbst, wenn der Weltschmerz mal wieder allzu sehr quält – die Champagner, Proseccos, Schaumweine und Sekte, Cavas, Cremants und Spumantes dieser Erde prickeln ihn gekonnt weg. Bubbles im Glas sind ein Bekenntnis: Zu Lifestyle und der Freude daran.

GENUSS UND LUXUS SCHLIESSEN SICH NICHT MEHR AUS
War es früher noch so, dass eher die Festivitäten am Jahresende prädestiniert waren für das Öff nen einer „guten FlascheSekt“ oder eines Champagners, so sind Schaumweine nunmehr ganzjährig gefragt. Von und für jedermann, denn dass Genuss sich ausschließlich über Luxus defi niert, diese Zeiten sind vorbei. Ebenso, wie es kein Geheimnis ist, dass man die Produkte namhafter Schaumweinhersteller (Weingüter) auch beim Discounter bekommt. Mit anderem Flaschenetikett, doch durchaus erkennbar als von Sowieso oder denen da. Natürlich sind die Qualitäten dieser Proseccos, Schaumweine & Co nicht wie die ihrer edlen Pendants der Spitzenklassen. Doch genussreich sind sie allemal. Wenn, und das ist ein sicheres Indiz, wenn die Bubbles nicht in Dosen oder Tetrapack verpackt sind.

PROSECCO UND CO GEHÖREN IN FLASCHEN

Das ist so, denn alles andere ist garantiert Plörre, versetzt mit künstlichen Zusatzstoff en und hohem Zuckergehalt. Das ist eindeutig, doch was unterscheidet die Schaumweinigen von den Weinen, da sie doch alle aus Weintrauben gemacht sind? Genau da zeigt sich schon der erste Unterschied und gut zu erkennen, wenn man bei Prosecco auf den Inhalt schaut und auf die Methode der Produktion.

VINUM PUCINUM,PROSECCO UND DIE GLERA-TRAUBE

Zuvor jedoch schnell einen Blick in die Geschichte des Prosecco, dessen Bezeichnung nur für die italienischen Schaumweine „Spumante“, die Perlweine „Frizzante“ oder die Stillweine „Tranquillo“ und „Spento“ angewendet werden darf. Bis Ende 2009 war „Prosecco“ die Bezeichnung der weißen Rebsorte Glera, die nur in der Provinz Treviso im Nordosten Italiens angebaut wurde. Und das bereits während der römischen Antike, um daraus Vinum Pucinum zu gewinnen. Dessen bekannteste Konsumentin Livia Drusilla war, die dritte Gattin des Kaiser Augustus. Sie wurde über 80 Jahre alt und führte dieses hohe Alter auf den regelmäßigen Genuss ihres täglichen Pucinum zurück, als „Elexier für ein langes Leben“.

FRIZZANTE

Darüber mag streiten wer will – der Beliebtheitsgrad von Prosecco ist heute so weit verbreitet, dass die Glera-Traube
nunmehr auch in anderen Provinzen Italiens angebaut wird: In Belluno, Padova, Venetien, Vincenza, Gorizia, Pordenone, Triest, Udine und natürlich wie immer schon in Treviso. Die Lesen müssen in den jeweiligen Regionen ausgebaut werden, in Tanks zu „Frizzante“ (Perlwein), einem halbschäumenden Prosecco mit dem Mindestgehalt von 7% Volume Alkohol. Während hierbei üblicherweise die Kohlensäure in verschiedenen Verfahren zugesetzt wird, gibt es mittlerweile auch fl aschenvergorene Frizzante. Erkennbar am Kronkorkenverschluss und einem kräftigeren Geschmack als ihre Pendants aus dem Tank……