Gesund leben

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Gesund leben

Entspannter Schlaf durch Yoga

Der ganz normale Alltag ist oft genug mit Stress verbunden: Stress auf der Arbeit, Stress im Straßenverkehr, Stress mit der Familie oder gar im Freundeskreis. Um so wichtiger ist es, für sich selber einen Weg zu finden, zur Ruhe zu kommen. Denn oft genug sind es nicht nur die äußeren Faktoren, die einen krank machen – auch der eigene, innere Umgang mit den Alltagsanforderungen kann einiges ausmachen.

„Jeder zehnte Deutsche knirscht oder mahlt nachts mit den Zähnen“, weiß zum Beispiel Christiane Keller-Krische. Die Autorin, Yogalehrerin und Heilpraktikerin kennt das Thema Stress aus vielen Situationen heraus. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass es wichtig ist, tief und erholsam zu schlafen. „Oft genug werden Beißschienen verschrieben, damit die Menschen eben nicht auf ihre Kieferknochen beißen – doch diese sind unbequem und nicht zwingend förderlich für eine angenehme Bettruhe.“ Wesentlich besser ist es, so ihre Überzeugung, Anspannungen zu lösen und Stress abzubauen – und zwar bevor man sich zur Ruhe legt. Dabei ist es unbedeutend, ob man Yoga als Sport, als Medizin oder als Lebenseinstellung betreibt: Die Entspannung, die mit den Übungen erreicht wird, begünstigt eine verlangsamte Atmung sowie die Senkung der Herzrate und des Blutdrucks. Die Durchblutung der inneren Organe wird verbessert und der Stoffwechsel angeregt.

Die Expertin hat ein Buch geschrieben, ihre Tipps und Tricks sind auch auf der Seite www.yoga-als-medizin.de nachzulesen. Mithilfe von einfachen Yoga-Übungen lässt sich schnell Kraft schöpfen. Eine erste Übung ist es, sich auf den Rücken zu legen und seinen Körper zu spüren. „Betroffene merken schnell, dass viele Schmerzen im Rücken und Nacken, auch Kopfschmerzen, mit Anspannungen zu tun haben. Daher gilt es verstärkt, seine inne Ruhe zu finden“, so die Autorin. In ihrem Buch sind auf 120 Seiten 50 einfache Übungen aufgelistet, die ausführlich und Schritt für Schritt erklärt werden. Über 100 Illustrationen animieren zum Ausprobieren der Bewegungen und auf der dazugehörigen CD finden sich Anleitungen zum Yogaunterricht. (akz-o)

Gegen alles ist ein Kraut gewachsen

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Gegen alles ist ein Kraut gewachsen

Die besten Teerezepte vom Gesundheitsexperten

Teezeit ist nur in Herbst und Winter? Falsch! Diese Rezepte haben das ganze Jahr über Saison. Zusammengestellt hat sie der Bestseller-Autor Dr. h. c. Peter Jentschura aus Münster. „Heilpflanzen sind ein wahrer Schatz und entfalten ihre Wirkung als Tee besonders gut“, sagt der erfahrene Gesundheitsexperte. Je nach Zusammensetzung können sie stärkend, regulierend oder beruhigend wirken.

– Bei Infekten: Als immunstärkend hat sich ein Tee aus Echinacea-Kraut, Salbeiblättern, Schwarzkümmel und Tausendgüldenkraut bewährt. Zubereitung (gilt für alle vorgestellten Mischungen): Pro Tasse einen gestrichenen Teelöffel mit kochendem Wasser überbrühen, drei bis fünf Minuten ziehen lassen, abseihen und auf Trinktemperatur abkühlen lassen. Es sollten ein bis zwei Liter pro Tag davon getrunken werden. „Bei Infektionen in Mund- und Rachenraum kann mit dem Tee auch gegurgelt werden.“

– Für die Figur: Heilpflanzen, die entschlacken, Fettdepots mobilisieren und die Leber anregen, unterstützen die Gewichtsreduktion. Für einen Abnehm-Tee zu gleichen Teilen Brennnessel und Sellerieblätter, Holunderblüten, Lindenblüten sowie das Kraut von Mariendistel, Löwenzahn, Wermut und Tausendgüldenkraut mischen. „Mit zwei bis drei Tassen täglich beginnen, nach einer Woche auf fünf bis sieben Tassen pro Tag steigern“, empfiehlt Dr. h. c. Peter Jentschura. „Außerdem rate ich zu einer vollwertig-vegetarischen Kost und täglicher, moderater Bewegung.“

– Bei Erschöpfung: Ausgleichend, beruhigend und entspannend wirkt eine Teemischung zu gleichen Teilen aus Lavendelblüten und dem Kraut von Baldrian, Melisse, Schafgarbe, Stiefmütterchen und Weißdorn. Über den Tag verteilt einen halben bis einen ganzen Liter trinken.

– Gegen starkes Schwitzen: „Hinter übermäßigem Schwitzen, besonders der Füße, steckt oft ein Entgiftungsproblem des Körpers“, weiß der Gesundheitsexperte. „Dann sollten die Nieren untersucht werden.“ Unterstützende Teemischung: zu gleichen Teilen Birken-, Kamille-, Salbei und Brennnesselblätter, Lab- und Zinnkraut sowie das Kraut von Goldrute, Käsepappel und Liebstöckel. Täglich drei bis fünf Tassen trinken. Zusätzlich helfen basische Fußbäder.

– Für den Kreislauf: Regulierend wirkt eine Mischung zu gleichen Teilen aus Hirtentäschel-, Mistel-, Schafgarben- und Tausendgüldenkraut mit Holunder-, Weißdorn und Rosmarinblättern sowie Lindenblüten. Täglich ein bis 1,5 Liter des Tees und die gleiche Menge Wasser trinken. djd

Teerezepte

Sich selbst nicht vergessen​

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Sich selbst nicht vergessen

Hilfe für Menschen mit Demenz und für ihre pflegenden Angehörigen

Demenz kann jeden treffen. Bundesweit geht man von rund 1,7 Millionen Erkrankten aus, jedes Jahr kommen etwa 40.000 hinzu. Dennoch gilt die Krankheit weiterhin als Tabuthema, über das man nicht gerne spricht. Nicht nur die Patienten selbst fühlen sich dadurch häufig alleingelassen, sondern ebenso die pflegenden Angehörigen, die körperlich und psychisch stark beansprucht werden.

Auszeit vom Pflegealltag

Wie lassen sich Angebote ermöglichen, die Hilfe zur Selbsthilfe bieten und die Erkrankten in das Alltagsleben ihres Wohnquartieres integrieren? Und wie können gleichzeitig die Angehörigen Unterstützung erfahren? An vielen Orten gibt es erste Projekte dazu, zum Beispiel das Demenzcafé „Vergiss Dich Nicht“ in Osnabrück. Zweimal im Monat treffen sich hier erkrankte Menschen im frühen bis mittleren Stadium und ihre Angehörigen mit anderen Betroffenen als Auszeit von der täglichen Pflege zu Hause. „Vielen fällt es zunächst schwer, Angebote wie dieses wahrzunehmen, weil das Thema Demenz immer noch sehr schambehaftet ist“, erklärt Rebecca Witte, Pflegefachkraft und Organisatorin des Demenzcafés: „Wenn die Besucher dann aber doch mal hier waren, herrscht meist Erstaunen, wie sinnvoll der Austausch miteinander ist.“ Das Demenzcafé wurde in Kooperation mit der Kirchengemeinde im Osnabrücker Ortsteil Voxtrup und dem Mehrgenerationenhaus in Haste umgesetzt, die Deutsche Fernsehlotterie hat das Projekt mit 93.000 Euro gefördert. Seit dem Start im Jahr 1956 hat die Lotterie bundesweit rund 9.300 soziale Projekte mit einem karitativen Zweckertrag von über 2 Milliarden Euro unterstützt.

Gefühle werden nicht vergessen

Die Familien in Osnabrück möchten das Demenzcafé jedenfalls nicht mehr missen. Oft sind es ernste Gespräche, die Angehörige in kleiner Runde führen. Doch sie tun gut, denn einen so ehrlichen Austausch finden sie in ihrem Umfeld meist nicht. Doch es herrscht auch ausgelassene Stimmung. Die Demenzbegleiter wissen, wie sie die unbefangene Neugier, die Menschen mit der Erkrankung oft entwickeln, zusätzlich fördern können. So werden neben Bewegungsspielen und dem Singen von Volksliedern an manchen Tagen auch Marmelade oder Apfelmus gekocht, im Herbst Laternen oder Fensterbilder gebastelt oder Gesellschaftsspiele gespielt. Unter www.fernsehlotterie.de/magazin gibt es mehr Informationen zu diesem und vielen weiteren sozialen Projekten. Menschen mit Demenz vergessen vieles, Gefühle sind davon jedoch nicht betroffen. Gemeinsam lachen und schöne Momente erleben, auch wenn der Alltag oft schwierig ist, ist immer noch möglich und ungemein wichtig.